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Holzhäuser richtig versichern: brennende Leidenschaft

von Silvia Mireva

am 21. Juni 2021

Viele möchten es, viele können es auch: Sich ein Eigenheim leisten. Der Niedrigzinsphase sei Dank. Rückt das „ob“ in den Hintergrund, gewinnt das „wie“ an Bedeutung. Wenn schon Eigenheim, dann doch möglichst nachhaltig und umweltverträglich.

Das wirft zuallererst die Frage auf, aus welchem Material das Haus errichtet werden soll. Stein auf Stein? Aus Beton-Fertigmodulen? Oder sogar aus Holz? Immerhin wird in den skandinavischen Ländern schon lange auf dieses Material gesetzt. Inzwischen steht Holz auch in Deutschland bei vielen Bauherren hoch im Kurs. Sogar erste Hochhäuser gibt es, etwa in Heilbronn: 34 Meter ragt es auf, in Hybridbauweise mit Stahl und auch Beton. In anderen Ländern wurden bereits Höhen von gut 80 Meter erreicht, in Planung sind Holzgebäude von rund 300 Metern.

Ihre Umweltfreundlichkeit ergibt sich vor allem daraus, dass Holz ein nachwachsender Rohstoff ist. Viel Lob verdienen sich das gute Raumklima, die Langlebigkeit und die Vorteile von Holz bei der Wärmedämmung. Groß sind bei Bauherren häufig jedoch die Sorgen um den Aufwand, der für guten Brandschutz betrieben werden muss.

Diese Sorge scheint heutzutage unbegründet zu sein. Zwar wird in den Anträgen für eine Wohngebäudeversicherung fast immer noch die Frage nach dem Baustoff gestellt. Aber es ist eben nur ein Kriterium von vielen, die in die Ermittlung der Versicherungsprämie einfließen. Vor allem die zahlreichen Bauvorschriften haben praktisch zu einer gleichen Güte von Holz und Stein hinsichtlich Brandlast und Entzündbarkeit geführt. Anders gesagt: Das Risiko, von Flammen zerstört zu werden, ist für Häuser aus Holz oder anderen Materialien vergleichbar hoch.

Wer sehr weitgehend auf natürliche Baumaterialien setzen möchte und bei der Bedachung an Reet denkt, tut allerdings gut daran, sich vorab ausgiebig zu informieren und beraten zu lassen. Denn hier gibt es tatsächlich signifikante Unterschiede beim Brandrisiko im Vergleich zu einem (Holz)haus mit „harter“ Bedachung. Ein Haus mit Reet zu decken, verlangt nicht nur nach spezialisierten Handwerkern. Es ist im Vergleich zum gängigen Ziegelmaterial auch recht teuer. Bauherren, die sich das Vergnügen gönnen, dürften sich an den deutlich höheren Versicherungsprämien vermutlich nicht stören. Dennoch ist der Blick ins Kleingedruckte wichtig – am Ende hält der Versicherungsschutz nicht das, was man sich davon versprochen hat. Gerade wenn es um die Versicherung einer der teuersten Anschaffungen im Leben handelt, sollte nicht auf kompetente Beratung verzichtet werden. Ein unabhängiger Makler ist dafür der richtige Ansprechpartner.

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